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ART.-NR.
Beschreibung
Leistung [P]
Spannung [V]
Strom [A]
TH7205

Beschreibung
TH7205 – Lineare AC/DC-Quelle, 500 VA AC / 350 W DC, 0–300 VAC / ±424 VDC, 1–1.000 Hz, 0–5 A AC / 0–3,5 A DC, 4 HE
Leistung [P]
500
Spannung [V]
300
Strom [A]
5
TH7205
TH7205 – Lineare AC/DC-Quelle, 500 VA AC / 350 W DC, 0–300 VAC / ±424 VDC, 1–1.000 Hz, 0–5 A AC / 0–3,5 A DC, 4 HE
500
300
5
Linear AC Quelle

Technische Daten

AC Quellen Art

1 Phasig

Linear

TH7210

Beschreibung
TH7210 – AC/DC-Quelle, 1.000 VA AC / 700 W DC, 0–300 VAC / ±424 VDC, 1–1.000 Hz, 0–10 A AC / 0–7 A DC, 4 HE
Leistung [P]
1000
Spannung [V]
300
Strom [A]
10
TH7210
TH7210 – AC/DC-Quelle, 1.000 VA AC / 700 W DC, 0–300 VAC / ±424 VDC, 1–1.000 Hz, 0–10 A AC / 0–7 A DC, 4 HE
1000
300
10
Linear AC Quelle

Technische Daten

AC Quellen Art

1 Phasig

Linear

TH7200 im Überblick

Die TH7200 ist eine einphasige, programmierbare und linear geregelte AC/DC-Stromversorgung für die präzise Simulation elektrischer Versorgungsbedingungen. Die Modelle TH7205 und TH7210 liefern 500 VA beziehungsweise 1.000 VA im AC-Betrieb sowie 350 W beziehungsweise 700 W im DC-Betrieb. Wechselspannungen lassen sich bis 300 V AC und bipolare Gleichspannungen bis ±424 V DC einstellen. Der Frequenzbereich von 1 Hz bis 1.000 Hz deckt Netzfrequenzen ebenso ab wie niederfrequente Stör- und Versorgungssimulationen.

Durch die lineare Verstärkerarchitektur erreicht die Serie einen Gesamtklirrfaktor von höchstens 0,2 % und eine typische Reaktionszeit von 30 µs. Programmierbare Kurvenformen, 600 Schritte, Netzstörungssimulation, Phasensteuerung und integrierte Messfunktionen unterstützen reproduzierbare Prüfungen in Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktion. Ausgänge an Vorder- und Rückseite erleichtern sowohl Laboraufbauten als auch die Integration in Prüfsysteme.

Zentrale Vorteile

Lineare Ausgangsstufe

Die lineare Verstärkung erzeugt saubere Versorgungssignale mit einem Gesamtklirrfaktor von höchstens 0,2 %.

Breiter Frequenzbereich

Einstellbare 1 Hz bis 1.000 Hz ermöglichen Prüfungen mit Netz-, Bordnetz- und niederfrequenten Störsignalen.

Kurze Reaktionszeit

Die typische Reaktionszeit von 30 µs unterstützt schnelle Spannungsänderungen und dynamische Prüfprofile.

Netzstörungssimulation

Ausfälle, Spannungseinbrüche und Überspannungen lassen sich mit definierten Zeit- und Phasenwerten nachbilden.

Integrierte Leistungsmessung

Das Gerät erfasst unter anderem RMS-, DC- und Spitzenwerte sowie Wirk-, Schein- und Blindleistung.

Vorder- und Rückausgang

Zwei zugängliche Ausgangspositionen erleichtern wechselnde Laboraufbauten und die feste Integration in Prüfsysteme.

Funktionsprinzip der linearen AC/DC-Stromversorgung

Ein Arbiträrsignalgenerator erzeugt die digitale Referenzkurve, die anschließend durch die lineare Ausgangsstufe verstärkt wird. Im AC-Modus stellt das Gerät Wechselspannung mit frei einstellbarer Frequenz und wählbarer Kurvenform bereit. Der DC-Modus erzeugt positive oder negative Gleichspannungen. Im AC+DC-Modus wird eine Wechselspannung mit einem positiven oder negativen DC-Anteil überlagert.

Für unterschiedliche Arbeitspunkte stehen ein LOW- und ein HIGH-Bereich zur Verfügung. Der LOW-Bereich bietet den höheren Ausgangsstrom, während der HIGH-Bereich den doppelten Spannungsbereich bei halbiertem Maximalstrom bereitstellt. Die Umschaltung erfolgt bei deaktiviertem Ausgang. Im kombinierten AC+DC-Betrieb gilt für den LOW-Bereich √2 × UAC + |UDC| ≤ 212 V und für den HIGH-Bereich √2 × UAC + |UDC| ≤ 424 V.

Modelle und technische Daten

Beide Modelle besitzen identische Spannungs- und Frequenzbereiche. Das TH7210 stellt gegenüber dem TH7205 die doppelte AC- und DC-Leistung sowie den doppelten Ausgangsstrom bereit.

Technische Größe TH7205 TH7210
AC-Nennleistung 500 VA 1.000 VA
DC-Nennleistung 350 W 700 W
AC-Ausgangsspannung LOW / HIGH 1,0–150,0 V / 2,0–300,0 V 1,0–150,0 V / 2,0–300,0 V
Maximaler AC-Ausgangsstrom LOW / HIGH 5,0 A / 2,5 A RMS 10,0 A / 5,0 A RMS
DC-Ausgangsspannung LOW / HIGH ±1,4–212,0 V / ±2,8–424,0 V ±1,4–212,0 V / ±2,8–424,0 V
Maximaler DC-Ausgangsstrom LOW / HIGH 3,5 A / 1,75 A 7,0 A / 3,5 A
Typischer maximaler Spitzenstrom AC: 4 × maximaler RMS-Strom; DC: 3,6 × maximaler Strom
Frequenzbereich 1 Hz–1.000 Hz
Abmessungen B × H × T 430 × 177 × 610 mm
Nettogewicht 27,5 kg
Ausgangs- und Messgröße Bereich oder Spezifikation
AC-Spannungsauflösung 0,1 V
AC-Programmiergenauigkeit ±(0,3 % vom Sollwert + 0,6 V)
DC-Spannungsauflösung 0,1 V
DC-Programmiergenauigkeit LOW ±(0,05 % vom Sollwert + 0,05 V)
DC-Programmiergenauigkeit HIGH ±(0,05 % vom Sollwert + 0,1 V)
DC-Ripple und Rauschen ≤0,15 V RMS
Netzregelung ±0,1 %
Lastregelung LOW / HIGH ±0,1 V / ±0,2 V
Spannungs- und Strommessgenauigkeit ±(1 % vom Messwert + 2 Digits)
Leistungsmessgenauigkeit ±(1 % vom Messwert + 3 Digits)

Dynamik und Regelverhalten

Die typische Reaktionszeit beträgt 30 µs. Für die Anpassung an unterschiedliche Prüflinge stehen die drei Verstärkerreaktionen FAST, MED und SLOW zur Verfügung. FAST unterstützt Prüfungen mit schnellen Spannungsänderungen. MED eignet sich für Versorgungs- und Niederfrequenztests, während SLOW einen stabileren Betrieb an anspruchsvollen oder stark kapazitiven Lasten ermöglicht.

Die Soft-Start-Funktion erhöht die Ausgangsspannung beim Einschalten über eine einstellbare Zeit von 0,0 bis 3,0 s. Dadurch können Einschaltströme von Prüflingen reduziert werden. Bei aktivem Soft-Start ist die programmierte Einschaltphase nicht wirksam. Der interne VCC-Zwischenwert kann automatisch nachgeführt oder für kürzere Spannungsänderungszeiten fest eingestellt werden; eine feste Einstellung erhöht jedoch die interne Verlustleistung.

Betriebsarten und programmierbare Funktionen

Sequenzbetrieb

Bis zu 600 Schritte kombinieren AC- und DC-Spannung, Frequenz, Ein- und Ausschaltphase, Verweilzeit, Rampen und Wiederholungen.

Versorgungsstörungen

Der reine AC-Simulationsmodus erzeugt definierte Ausfälle, Einbrüche, Anstiege und Rückkehrverläufe mit fünf Zeitabschnitten.

Kurvenformbibliothek

64 Speicherplätze verwalten Sinus-, Rechteck-, Dreieck-, Clipping-, Surge/Trap- und Dimmer-Signale sowie benutzerdefinierte CSV-Kurven.

Phasengesteuertes Schalten

Ein- und Ausschaltphasen lassen sich mit 1° Auflösung zwischen 0° und 359° festlegen.

Zeitgesteuerter Ausgang

Der Timer beendet die Ausgabe nach der vorgegebenen Laufzeit und unterstützt definierte Dauerprüfungen.

Wiederverwendbare Einstellungen

54 interne Dateien speichern Gerätekonfigurationen; zusätzliche Einstellungen und Ergebnisse lassen sich über USB übertragen.

Typische Anwendungen

Die TH7200 verbindet präzise Versorgung mit programmierbaren Netz- und Störsignalen. Dadurch eignet sie sich sowohl für manuelle Laborprüfungen als auch für wiederkehrende Abläufe in Qualitätssicherung und Produktion.

Netzteile und Stromversorgungsmodule

Eingangsbereiche, Ausfallüberbrückung und Verhalten bei Einbrüchen oder Überspannungen werden mit definierten AC-Profilen geprüft.

EMV-nahe Versorgungstests

Frequenzvariation, Störkurven und phasengesteuerte Übergänge unterstützen Prüfungen der Versorgungsempfindlichkeit elektrischer Geräte.

Motoren und Transformatoren

Programmierbare Spannung, Frequenz und Soft-Start ermöglichen Funktions- und Anlaufprüfungen an induktiven Komponenten.

Produktion und End-of-Line-Test

Gespeicherte Sequenzen und Fernsteuerung versorgen Prüflinge reproduzierbar und übertragen Messwerte an automatisierte Testsysteme.

Beleuchtung und Unterhaltungselektronik

Dimmer-Kurven, Spannungsschwankungen und einstellbare Frequenzen prüfen Leuchten sowie Audio- und Videogeräte unter variierenden Bedingungen.

Luft-, Raumfahrt und Verteidigung

Frequenzen bis 1.000 Hz und programmierbare Übergänge bilden unterschiedliche AC-Versorgungsbedingungen für Geräteprüfungen nach.

Schnittstellen, Software und Automatisierung

Alle vier Schnittstellen sind serienmäßig vorhanden. Die Kommunikation lässt sich an PC-basierte Laborplätze, LabVIEW-Anwendungen und automatisierte Prüfsysteme anpassen.

Schnittstelle oder Funktion Status Technische Nutzung
RS232 Standard Serielle Fernsteuerung mit SCPI oder Modbus; einstellbare Baudraten bis 115.200 Baud
LAN Standard Netzwerkkommunikation über TCP/IPv4 oder LXI
USB Device Standard USBTMC-USB488 oder USB CDC als virtueller COM-Port
USB Host Standard Übertragung von Einstellungen, Ergebnissen und benutzerdefinierten CSV-Kurven sowie Firmware-Aktualisierung
SCPI Unterstützt Programmbasierte Gerätesteuerung und Einbindung in automatisierte Prüfabläufe
LabVIEW Unterstützt Zugriff über USBTMC sowie Nutzung der LXI-Kommunikation

Installation und Betriebsbedingungen

Anforderung TH7205 TH7210
Netzanschluss Einphasig, 1Ø/2W, 100–120 V AC oder 200–240 V AC
Netzfrequenz 47–63 Hz
Maximaler Eingangsstrom bei 100–120 V AC 11,3 A 22,5 A
Maximaler Eingangsstrom bei 200–240 V AC 5,5 A 10,8 A
Betriebstemperatur 0–40 °C
Relative Luftfeuchtigkeit 20–80 %, nicht kondensierend
Lagertemperatur −20–70 °C
Maximale Betriebshöhe 2.000 m
Umgebungskategorie Verschmutzungsgrad 2, Sicherheitskategorie II
Aufwärmzeit für genaue Messungen Mindestens 30 Minuten
Hinweis zur Installation: Das Gerät ist für den Innenbetrieb vorgesehen. Halten Sie die Lüftungsöffnungen frei, stellen Sie eine sichere Schutzleiterverbindung her und dimensionieren Sie die Anschlussleitungen für den maximal möglichen Ausgangsstrom.

Schutz- und Sicherheitsfunktionen

Die TH7200 überwacht Ausgangsspannung, Ausgangsstrom, Spitzenstrom, Leistung und Temperatur. Bei Überschreiten eines aktivierten Grenzwerts wird der Ausgang abgeschaltet. Die einstellbare Strombegrenzung kann den Ausgang abhängig von der Konfiguration entweder strombegrenzt weiterführen oder nach der vorgegebenen Auslösezeit deaktivieren.

Überspannungsschutz

Ein einstellbarer Spannungsgrenzwert schützt den Prüfling vor zu hoher Ausgangsspannung.

Unterspannungsschutz

Der Ausgang wird bei Unterschreiten des festgelegten Spannungsgrenzwerts deaktiviert.

Überstromschutz

Stromgrenzen und Auslösezeiten begrenzen Überlastzustände während der Prüfung.

Spitzenstromschutz

Positive und negative Spitzenstromgrenzen überwachen impulsförmige Belastungen.

Überleistungsschutz

Die Leistungsüberwachung verhindert einen Betrieb oberhalb der zulässigen Ausgangsleistung.

Temperaturschutz

Ein temperaturgeregelter Lüfter und die thermische Abschaltung schützen die lineare Ausgangsstufe.

Häufige Fragen zur TH7200

Was unterscheidet TH7205 und TH7210?

Das TH7210 liefert mit 1.000 VA AC und 700 W DC jeweils die doppelte Nennleistung des TH7205. Auch die verfügbaren Ausgangsströme sind doppelt so hoch.

Kann die TH7200 Wechsel- und Gleichspannung kombinieren?

Ja. Neben reinem AC- und DC-Betrieb steht ein AC+DC-Modus zur Verfügung. Dabei muss die zulässige Kombination aus AC-Spitzenwert und DC-Anteil eingehalten werden.

Welche Spannung stellt die Serie maximal bereit?

Im HIGH-Bereich sind bis zu 300 V AC beziehungsweise bipolare DC-Sollwerte bis ±424 V möglich. Der LOW-Bereich liefert bei geringerer Spannung den höheren Ausgangsstrom.

Welche Netzstörungen lassen sich simulieren?

Der SIM-Modus bildet im AC-Betrieb unter anderem Versorgungsausfälle, Spannungseinbrüche, Spannungsanstiege und definierte Rückkehrverläufe mit einstellbaren Zeit- und Phasenwerten nach.

Können eigene Kurvenformen verwendet werden?

Ja. Benutzerdefinierte Kurven mit 1.024 Datenpunkten können als CSV-Datei über USB in die interne Kurvenformbibliothek geladen werden.

Wie wird die TH7200 automatisiert?

RS232, LAN und USB Device ermöglichen die Fernsteuerung. Unterstützt werden unter anderem SCPI, Modbus, TCP/IP, LXI, USBTMC und USB CDC.

Eignet sich die Serie für kapazitive Lasten?

Für anspruchsvolle und großkapazitive Lasten steht die langsamere Verstärkerreaktion SLOW zur Verfügung. Die passende Einstellung sollte anhand des konkreten Prüflings validiert werden.

Technische Beratung und Projektanfrage

Für die Auswahl zwischen TH7205 und TH7210 sind neben der benötigten AC- oder DC-Leistung insbesondere Ausgangsspannung, Laststrom, Kurvenform und Automatisierungsanforderungen relevant. ET System unterstützt Sie bei der Auslegung und bei der Einbindung in Labor-, ATE- und End-of-Line-Prüfsysteme.

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