AC Stromversorgungen
Programmierbare AC-Stromversorgungen erzeugen präzise geregelte Wechselspannungen, Frequenzen, Phasenlagen und Kurvenformen zur Versorgung elektrischer Geräte und zur Simulation unterschiedlicher Netzbedingungen. Sie ermöglichen stabile und reproduzierbare Prüfungen elektrischer und elektronischer Systeme in Entwicklung, Labor, Produktion und automatisierten Testsystemen (ATE). Abhängig von der Geräteserie können AC-Quellen zusätzlich Gleichspannung bereitstellen, als Netzsimulator arbeiten oder Energie aufnehmen und zurückspeisen.
Das Portfolio von ET System umfasst lineare AC-Stromversorgungen, einphasige AC-Quellen, flexibel konfigurierbare ein- und dreiphasige Systeme, programmierbare Netzsimulatoren sowie bidirektionale AC-Quellen und Lasten. Die verfügbaren Lösungen reichen von kompakten Laborgeräten bis zu skalierbaren Hochleistungssystemen und dynamischen AC/DC-Verstärkern.
Typische Anwendungen sind die Prüfung von Netzteilen, Onboard-Chargern, Wechselrichtern, USV-Systemen, Antrieben, Haushaltsgeräten, Avionikkomponenten und Industrieelektronik. AC-Quellen werden außerdem zur Simulation von Spannungseinbrüchen, Unterbrechungen, Frequenzabweichungen, Phasenunsymmetrien und weiteren Netzstörungen eingesetzt. Die passende AC-Stromversorgung wird anhand von Phasenanzahl, Spannung, Strom, Scheinleistung, Frequenzbereich, Dynamik, Rückspeisefähigkeit, Schnittstellen und mechanischer Integration ausgewählt. Lösungen für eine separate Lastsimulation finden Sie unter programmierbare elektronische AC-Lasten.
So wählen Sie die passende AC-Stromversorgung aus
Die Auswahl einer geeigneten AC-Stromversorgung beginnt mit den elektrischen Anforderungen des Prüflings und den zu simulierenden Netzbedingungen. Neben Spannung, Strom und Scheinleistung sollten die benötigte Phasenkonfiguration, der Frequenzbereich, die Qualität der Ausgangsspannung, das dynamische Verhalten, die Rückspeisefähigkeit, die Automatisierungsschnittstellen, der Netzanschluss und die mechanische Integration berücksichtigt werden.
- Phasenkonfiguration: Legen Sie fest, ob der Prüfling eine einphasige, Split-Phase- oder dreiphasige Versorgung benötigt. Einige flexibel konfigurierbare ein- und dreiphasige AC-Quellen ermöglichen eine softwaregesteuerte Umschaltung der Phasenkonfiguration. Prüfen Sie bei dreiphasigen Systemen, ob eine unabhängige Einstellung der Phasen und ein unsymmetrischer Betrieb erforderlich sind.
- Ausgangsspannung: Definieren Sie den benötigten Spannungsbereich und klären Sie, ob die Werte zwischen Phase und Neutralleiter (L-N) oder zwischen zwei Phasen (L-L) angegeben sind. Berücksichtigen Sie außerdem einen möglichen DC-Ausgang, den AC+DC-Betrieb, die Spannungsauflösung und kurzzeitig benötigte Überspannungen.
- Strom, Leistung und Einschaltstrom: Prüfen Sie den benötigten Effektivstrom, Spitzenstrom, die Scheinleistung in kVA, die Wirkleistung in kW und den Scheitelfaktor. Prüflinge mit kapazitiven Eingängen, Motoren, Transformatoren oder Netzteilen können einen deutlich höheren Einschaltstrom als im normalen Betrieb benötigen.
- Frequenzbereich und Bandbreite: Definieren Sie die benötigte Grundfrequenz und mögliche höherfrequente Signalanteile. Für eine klassische Netzsimulation können Frequenzen um 50 oder 60 Hz ausreichen, während Avionik-, Dynamik- oder Verstärkeranwendungen Frequenzen bis in den Kilohertzbereich erfordern können.
- Lineare oder getaktete Technologie: Lineare AC-Stromversorgungen können für Anwendungen geeignet sein, bei denen eine geringe Verzerrung, niedriges Rauschen und eine präzise Kurvenform erforderlich sind. Getaktete Systeme bieten in der Regel eine höhere Leistungsdichte und eignen sich für zahlreiche industrielle und leistungsstarke Prüfanwendungen.
- Netzsimulation und Kurvenformerzeugung: Prüfen Sie für Netz- und Normprüfungen die Unterstützung programmierbarer Spannungs- und Frequenzsequenzen, Phasenwinkelsprünge, Spannungseinbrüche, Unterbrechungen, Rampen, Phasenunsymmetrien, Oberschwingungen und frei definierbarer Kurvenformen. Klären Sie außerdem, ob die benötigten IEC-, EN- oder anwendungsspezifischen Prüffunktionen verfügbar sind.
- Dynamisches Verhalten: Berücksichtigen Sie Spannungs- und Stromanstiegsraten, Ansprechzeit, Einschwingzeit, Überschwingen, den Wechsel zwischen Betriebsarten und die minimale Ereignisdauer. Dynamische Anwendungen können einen AC/DC-Leistungsverstärker mit größerer Bandbreite und schnellerem Ansprechverhalten erfordern.
- Quellen-, Last- oder Rückspeisebetrieb: Kann der Prüfling Energie zurückspeisen, beispielsweise ein Wechselrichter, Onboard-Charger, Antrieb oder Energiespeichersystem, ist möglicherweise eine bidirektionale AC-Quelle und Last erforderlich. Regenerative Systeme speisen die aufgenommene Energie in das Versorgungsnetz zurück, anstatt sie vollständig in Wärme umzuwandeln.
- Genauigkeit und Spannungsqualität: Prüfen Sie die Messgenauigkeit für Spannung, Strom, Leistung, Frequenz und Phasenlage sowie Auflösung, Gesamtklirrfaktor (THD), Restwelligkeit, Rauschen und Datenerfassungsrate. Die benötigten Werte hängen davon ab, ob das System für allgemeine Leistungsprüfungen, Normprüfungen oder präzise Forschungsanwendungen eingesetzt wird.
- Schnittstellen und Automatisierung: Für automatisierte Testsysteme (ATE) sollten Fernsteuerbefehle, Sequenzfunktionen, Triggermöglichkeiten, Softwarekompatibilität und verfügbare Schnittstellen wie LAN, CAN, RS232, RS485, USB, SCPI, analoge Steuerung oder digitale Ein- und Ausgänge geprüft werden.
- Netzanschluss und Rückspeisung: Prüfen Sie die verfügbare Eingangsspannung, Phasenkonfiguration, den benötigten Eingangsstrom, die Anschlussart und die betrieblichen Grenzwerte für die Energierückspeisung. Hochleistungssysteme können einen Festanschluss, spezielle Schutzeinrichtungen und eine Abstimmung mit der elektrischen Gebäudeinstallation erfordern.
- Mechanische Integration und Kühlung: Berücksichtigen Sie Tisch- oder 19-Zoll-Rackeinbau, Abmessungen, Gewicht, Luftführung, Kühlungsanforderungen, Ausgangsanschlüsse, Notabschaltung, Interlock-Funktionen und Berührungsschutz.
- Parallelbetrieb und Skalierbarkeit: Prüfen Sie bei höheren Leistungsanforderungen, ob die ausgewählte Geräteserie einen Parallel- oder Master-Slave-Betrieb unterstützt und welche Betriebsgrenzen für das Gesamtsystem gelten.
Für anwendungsspezifische Prüfstände kombiniert ET System AC-Stromversorgungen, elektronische AC-Lasten, DC-Geräte, Messtechnik, Sicherheitskomponenten, Leistungsverteilung und Steuerungssysteme im Rahmen der Systemintegration zu einer vollständigen Prüflösung. Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswahl einer geeigneten AC-Quelle oder eines Netzsimulators, kontaktieren Sie unser technisches Vertriebsteam.
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