Vordefinierte statische und dynamische Abläufe unterstützen reproduzierbare Prüfungen des MPP-Trackings.
NS91000 – PV-Simulationssoftware für Kennlinien- und MPPT-Tests
Für PV-Wechselrichtertests mit kompatiblen DC-Quellen unter variabler Einstrahlung, Temperatur und Verschattung.
NS91000 verbindet eine PC-Software mit kompatiblen DC-Stromversorgungen der Serien N35100 und N35500, um I-V- und P-V-Kennlinien von PV-Arrays für statische und dynamische MPPT-Prüfungen nachzubilden. Neben Sandia- und EN50530-Testmodi stehen frei definierbare Kurven, Sequenzen sowie Wetter- und Verschattungsszenarien zur Verfügung.
Eigene I-V-Kurven lassen sich punktweise anlegen, speichern und in Prüfabläufen verwenden.
Importierte Wetterdaten und konfigurierbare Verschattungen bilden zeitabhängige PV-Bedingungen nach.
Spannung, Strom, Leistung und Verlauf werden visualisiert, protokolliert und für die Auswertung exportiert.
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NS91000 im Überblick
NS91000 ist eine PC-Software zur Simulation photovoltaischer Generatoren. Sie ist mit den programmierbaren DC-Stromversorgungen der Serien N35100 und N35500 kompatibel und steuert diese so, dass am Ausgang definierte I-V- beziehungsweise P-V-Kennlinien entstehen. Damit lassen sich das statische und dynamische Maximum-Power-Point-Tracking von PV-Wechselrichtern sowie Änderungen durch Einstrahlung, Temperatur oder Teilverschattung untersuchen. Die Software enthält Testabläufe nach Sandia und EN50530 und erlaubt zusätzlich benutzerdefinierte Kennlinien, Kurvenfolgen und zeitabhängige Wetterprofile. Sollwerte, Messwerte und Kennlinien werden in einer grafischen Bedienoberfläche dargestellt; Verlaufsdaten können protokolliert und exportiert werden. Die tatsächlich nutzbaren Spannungs-, Strom- und Leistungsbereiche richten sich nach der angeschlossenen N35100- oder N35500-Konfiguration.
Zentrale Vorteile
PV-Kennlinien realistisch nachbilden
Die Software berechnet und steuert I-V- und P-V-Verläufe, sodass ein PV-Wechselrichter unter definierten elektrischen Bedingungen geprüft werden kann.
Statisches und dynamisches MPPT
Vordefinierte Prüfmodi nach Sandia und EN50530 unterstützen reproduzierbare Untersuchungen des Maximum-Power-Point-Trackings.
Eigene Kurven definieren
Benutzerdefinierte Kennlinien können punktweise angelegt und gespeichert werden, um projektspezifische PV-Module oder Generatoren abzubilden.
Abläufe automatisieren
Kurvenfolgen mit wiederholbaren Schritten erzeugen zeitlich veränderliche Arbeitspunkte ohne fortlaufende manuelle Sollwertänderung.
Umwelteinflüsse einbeziehen
Wetterdaten sowie definierte Verschattungsmuster verändern Einstrahlung und Temperatur über die Zeit und erweitern die Prüfung um dynamische Szenarien.
Ergebnisse dokumentieren
Messwerte und Kurvenverläufe werden visualisiert, in einer Historie gespeichert und für die weitere Auswertung exportiert.
Funktionsprinzip der PV-Simulationssoftware
NS91000 berechnet aus den gewählten PV-Parametern eine Strom-Spannungs-Kennlinie und überträgt die zugehörigen Sollwerte an eine kompatible DC-Stromversorgung der Serie N35100 oder N35500. Der angeschlossene Prüfling arbeitet dadurch nicht an einer starren Spannungsquelle, sondern an einer Kennlinie mit Leerlaufspannung, Kurzschlussstrom und Maximum Power Point.
Während dynamischer Prüfungen verändert die Software die Kennlinie in vorgegebenen Schritten oder anhand importierter Zeitreihen. Gemessene Spannung, Strom und Leistung werden zurückgelesen und gemeinsam mit den Sollwerten dargestellt. Die elektrischen Grenzen und das dynamische Verhalten des Gesamtsystems werden durch die ausgewählte N35100- oder N35500-Konfiguration bestimmt.
Testmodi und programmierbare Funktionen
| Funktion | Arbeitsweise | Typischer Nutzen |
|---|---|---|
| Static Sandia | Statische PV-Kennlinie mit festgelegten Parametern | MPP-Suche und stationäres Tracking an definierten Arbeitspunkten untersuchen |
| Dynamic Sandia | Zeitlich veränderliche Kennlinie nach Sandia-Prüfablauf | Dynamische Reaktion des MPP-Trackers bewerten |
| Static EN50530 | Statische Prüfbedingungen nach EN50530 | Stationäre MPPT-Prüfungen strukturiert durchführen |
| Dynamic EN50530 | Dynamische Einstrahlungsprofile nach EN50530 | Tracking bei definierten Einstrahlungsänderungen untersuchen |
| User Defined Curve | Eigene I-V-Kennlinie aus Stützpunkten | Individuelle Modul- und Generatorcharakteristiken abbilden |
| Curve Sequence | Abfolge gespeicherter Kennlinien mit Zeit- und Wiederholungsparametern | Mehrstufige und wiederkehrende Prüfabläufe automatisieren |
| Weather | Zeitreihe für Einstrahlung und Temperatur | PV-Verhalten unter wechselnden Umweltbedingungen nachbilden |
| Shadow | Konfigurierbare Teilverschattung des PV-Arrays | MPP-Tracking bei komplexen Kennlinien mit mehreren lokalen Maxima prüfen |
Kennlinien, Sequenzen und Wetterdaten
| Datensatz | Umfang | Einsatz |
|---|---|---|
| Benutzerkurven 1–15 | Jeweils bis zu 256 Stützpunkte | Eigene I-V-Kennlinien für typische Prüfaufgaben |
| Benutzerkurven 16–17 | Jeweils bis zu 2.048 Stützpunkte | Detaillierte Kennlinien mit höherer Punktzahl |
| Kurvensequenzen | 10 Sequenzen mit jeweils bis zu 10 Schritten | Gespeicherte Kennlinien zeitgesteuert aufrufen |
| Wiederholungen | 0 bis 20.000 Zyklen | Einmalige oder wiederholte dynamische Abläufe |
| Wetterdaten | Import von bis zu 960 Datenpunkten | Einstrahlung und Temperatur als Zeitverlauf vorgeben |
Typische Anwendungen
PV-Wechselrichter
NS91000 bildet die DC-seitige Kennlinie eines PV-Arrays nach, damit der Wechselrichter unter statischen und dynamischen Bedingungen betrieben werden kann.
MPPT-Prüfung
Sandia- und EN50530-Abläufe verändern die PV-Kennlinie definiert und ermöglichen die Untersuchung des statischen und dynamischen Trackings.
PV-Modul- und Array-Nachbildung
Frei definierbare I-V-Kurven bilden unterschiedliche Modulparameter, Verschaltungen und projektspezifische Generatorcharakteristiken ab.
Wetter- und Verschattungsszenarien
Zeitreihen und Teilverschattungen prüfen das Verhalten bei wechselnder Einstrahlung, Temperatur und Kennlinienform.
Schnittstellen, Software und Automatisierung
| Ausstattung | Funktion |
|---|---|
| Kompatible Geräteserien | N35100 und N35500 |
| LAN | Kommunikation zwischen PC und angeschlossener DC-Stromversorgung |
| RS232 | Serielle Gerätekommunikation |
| CAN | Kommunikation über CAN-Schnittstelle |
| RS485 | Serielle Buskommunikation |
| Live-Darstellung | Anzeige von Soll- und Messwerten sowie I-V- und P-V-Kennlinien |
| Historie und Export | Messverläufe speichern und für nachgelagerte Auswertungen ausgeben |
PC-Umgebung
| Merkmal | Empfehlung |
|---|---|
| Prozessor | Dual-Core-Prozessor mit mindestens 2,0 GHz |
| Arbeitsspeicher | Mindestens 4 GB |
| Freier Speicherplatz | Mindestens 80 GB |
| Netzwerk | Ethernet-Schnittstelle |
| Betriebssystem | Windows 7 oder neuer |
Spannungsgrenze beachten: Der programmierte Spannungswert muss unterhalb der aus der PV-Kennlinie berechneten Leerlaufspannung liegen. Zusätzlich gelten die zulässigen Grenzen der angeschlossenen N35100- oder N35500-Konfiguration.
FAQ zu NS91000
Mit welchen Geräteserien ist NS91000 kompatibel?
NS91000 ist mit den programmierbaren DC-Stromversorgungen der Serien N35100 und N35500 kompatibel. Der nutzbare elektrische Bereich richtet sich nach der gewählten Gerätekonfiguration.
Welche PV-Kennlinien lassen sich simulieren?
Die Software erzeugt I-V- und P-V-Kennlinien aus vordefinierten Testmodi oder benutzerdefinierten Stützpunkten.
Unterstützt NS91000 dynamische MPPT-Prüfungen?
Ja. Dynamic Sandia, Dynamic EN50530, Kurvensequenzen und Wetterprofile verändern die Kennlinie zeitabhängig.
Können eigene Kennlinien importiert oder angelegt werden?
Benutzerkurven werden aus Stützpunkten aufgebaut und gespeichert. Je nach Kurvenspeicher stehen bis zu 256 oder 2.048 Punkte zur Verfügung.
Lassen sich Wetterdaten verwenden?
Ja. Zeitreihen mit bis zu 960 Datenpunkten können Einstrahlung und Temperatur für einen dynamischen Verlauf vorgeben.
Kann Teilverschattung nachgebildet werden?
Ja. Der Shadow-Modus erzeugt verschattungsabhängige Kennlinien und unterstützt Prüfungen bei mehreren lokalen Leistungsmaxima.
Eignet sich NS91000 zur Prüfung von PV-Wechselrichtern?
Ja. Die Software bildet am DC-Eingang des Wechselrichters eine PV-Kennlinie nach und unterstützt statische sowie dynamische MPPT-Prüfungen.
Werden Prüfergebnisse gespeichert?
Messwerte und Kurvenverläufe können in der Historie protokolliert und für eine weitere Auswertung exportiert werden.
Technische Beratung und Projektanfrage
Für die Auslegung einer PV-Simulation benötigen wir die maximalen Werte für Leerlaufspannung, Kurzschlussstrom und Leistung sowie die gewünschten statischen oder dynamischen Prüfprofile. Auf dieser Grundlage lässt sich die passende N35100- oder N35500-Konfiguration mit NS91000 bestimmen.