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ART.-NR.
Beschreibung
Leistung [P]
Spannung [V]
Strom [A]
N8361-20-10

Beschreibung
N8361-20-10 Hochpräziser bidirektionaler 1-Kanal-Batteriesimulator, 20 V, ±10 A, 200 W, 2 HE
Leistung [P]
200
Spannung [V]
20
Strom [A]
10
N8361-20-10
N8361-20-10 Hochpräziser bidirektionaler 1-Kanal-Batteriesimulator, 20 V, ±10 A, 200 W, 2 HE
200
20
10
Tisch Zellen Simulator

Technische Daten

Batteriesimulator Art

Tischgerät

< 10 Kanäle

Bauform

Tischgeräte

Bauhöhe in HE

2

Kanalanzahl je Gerät

1

Kommunikation

CANopen

ModBus

SCPI

RS232

CAN

LAN

max. Leistung je Kanal

200

max. Spannung je Kanal

20

max. Strom je Kanal

10

Produktkategorie

Batteriezellensimulatoren

Uni-/Bidirektional

Bidirektional

N8361 Übersicht

Die N8361-Serie ist ein programmierbarer Einkanal-Batteriesimulator zum Testen batteriebetriebener Elektronik. Das Modell N8361-20-10 kombiniert einen Spannungsbereich von 0 bis 20 V, einen bidirektionalen Strombereich von ±10 A und eine Kanalleistungskapazität von 200 W. Bei Stromfluss in beide Richtungen fungiert das Gerät als Quelle und Senke und kann sowohl Lade- als auch Entladebedingungen simulieren. Programmierbare Ausgangsspannung, separate Strombegrenzungen für beide Stromrichtungen und variabler Innenwiderstand ermöglichen die Simulation definierter Batteriekennlinien.

Batterie-, SOC-, Sequenz- und Fehlersimulationen stehen für wiederholbare Testverfahren zur Verfügung. Das kompakte Gerät bietet Anschlüsse an Vorder- und Rückseite, Vierdrahtmessung sowie integrierte DVM-, LAN-, RS232- und CAN-Schnittstellen. Typische Anwendungsbereiche sind Schutzschaltungen, tragbare Elektronik, kleine Netzteile, kabellose Ladegeräte, Elektrowerkzeuge und Batteriewartungssysteme.

Wichtigste Vorteile

Bidirektionaler Stromfluss

Der N8361 kann Strom liefern und aufnehmen, sodass Lade- und Entladevorgänge mit einem einzigen Gerät getestet werden können.

Schnelle Spannungsdynamik

Anstiegs- und Abfallzeiten unterhalb von 50 µs unterstützen Tests mit schnellen Änderungen des simulierten Batteriezustands.

Feine Stromauflösung

Drei Strommessbereiche bieten eine Auflösung bis hinunter zu 0.1 µA im kleinsten Bereich.

Variabler Innenwiderstand

Programmierbarer Widerstand von 0 bis 20 Ω bildet Änderungen des Innenwiderstands der Batterie über den Ladezustand nach.

Integrierte Spannungsmessung

Das integrierte Einkanal-DVM misst externe DC-Spannungen von −30 bis +30 V mit einer Auflösung von 0.1 mV.

Vierdraht-Sensorik

Die Fernmessung gleicht Spannungsabfälle in den Anschlussleitungen aus und verbessert die Spannung am DUT.

Funktionsprinzip des Batteriesimulators

Der N8361 liefert eine programmierbare DC-Spannung und begrenzt den ein- und ausgehenden Strom auf die konfigurierten Werte. Dank seiner bipolaren Stromrichtung kann er dem Prüfling elektrische Energie zuführen oder Strom von ihm aufnehmen. Ein einziges Gerät bildet somit sowohl die Versorgungsfunktion einer Batterie als auch deren Verhalten während des Ladevorgangs nach.

Neben Spannungs- und Stromgrenzen lassen sich für die Batteriesimulation auch der simulierte Innenwiderstand sowie zeit- oder zustandsabhängige Spannungskurven programmieren. SOC-Dateien ordnen einzelnen Datenpunkten Batteriekapazität, Leerlaufspannung, Stromgrenzen und Innenwiderstand zu. Sequenzen führen frei definierbare Betriebspunkte mit einstellbarer Verweilzeit und Wiederholungsrate aus.

Der Ausgang enthält ein Schaltelement. Wenn der Ausgang deaktiviert ist, wird die elektrische Verbindung zum externen Stromkreis physikalisch unterbrochen.

Leistungsbereich und technische Spezifikationen

Die Version N8361-20-10 bietet den spezifizierten Betriebsbereich. Spannung, Strom und Kanalleistung sind für einen Betriebsbereich bis 20 V, ±10 A und 200 W ausgelegt. Für den Betrieb als Quelle und Senke werden positive und negative Stromrichtungen verwendet.

MerkmalN8361-20-10Technische Klassifizierung
Kanäle1 KanalEin unabhängiger Batteriesimulationskanal
Spannungsbereich0 bis 20 VProgrammierbare DC-Spannung im CV-Betrieb
Aktueller Bereich−10 bis +10 ABidirektionaler Quell- und Senkenstrom
Kanalleistung200 WMaximale Leistung des einzelnen Kanals
Spannungsauflösung0.1 mVProgrammierung und Rückleseauflösung
Genauigkeit der Spannungsprogrammierung0.01% + 3 mVBei 23 ±5 °C
Genauigkeit der Spannungsrücklesung0.01% + 2 mVBei 23 ±5 °C
Lastregelung0.01%Stabilität gegenüber Laständerungen
Leitungsregulierung0.01%Stabilität gegenüber Angebotsänderungen
Spannungsripple1 mV RMSMessbandbreite 20 Hz bis 20 MHz
Simulierter Innenwiderstand0 bis 20 ΩProgrammierbare Ausgangsimpedanz

Strommessbereiche

MessbereichAuflösungGenauigkeit bei 23 ±5 °C
−10 bis +10 A0.1 mA0.05% + 4 mA
−1 bis +1 A0.01 mA0.05% + 0.4 mA
−1 bis +1 mA0.1 µA0.05% + 1 µA

Dynamik und Kontrollverhalten

Die dynamischen Spezifikationen beschreiben unterschiedliche Prozesse und dürfen nicht als gleichwertig betrachtet werden. Anstiegs- und Abfallzeit beschreiben den tatsächlichen Spannungsübergang von 10% auf 90% bzw. von 90% auf 10% des Endwerts. Die Einschwingzeit hingegen beschreibt die Zeit, die benötigt wird, um eine stabile programmierte Spannung zu erreichen.

ParameterWertTestbedingung oder Bedeutung
Spannungsanstiegszeit<50 µs10% bis 90%, Leerlauf und volle ohmsche Last
Spannungsabfallzeit<50 µs90% bis 10%, Leerlauf und volle ohmsche Last
Spannungseinschwingzeit≤10 msZeit, die benötigt wird, um die programmierte Ausgangsspannung einzustellen
Transienter Spannungsabfall600 mVLastschritt von 10% auf 90% bei voller Ausgangsspannung
Zeit für vorübergehende Erholung<100 µsErholung auf 50 mV unterhalb der vorherigen Spannung
Kommunikationsreaktionszeit≤10 msReaktionszeit der Fernkommunikation

Betriebsarten und programmierbare Funktionen

FunktionEinstellungenTypische Verwendung
QuellmodusCV-Sollwert, Eingangs- und Ausgangsstromgrenzen sowie automatische oder feste StrommessbereichsauswahlVersorgung und elektrische Prüfung von batteriebetriebenen Geräten
LademodusSpannung, bidirektionale Stromgrenzen und simulierter InnenwiderstandReproduktion von Lade- und Entladebedingungen
BatteriesimulationStart-, Schritt- und Endspannung, Zeitintervall, Innenwiderstand, Stromabschaltbedingung und Einzel- oder DauerzyklusStufenweise Variation eines simulierten Batteriezustands
SOC Bearbeiten und SOC TestenBis zu 8 Dateien mit jeweils bis zu 200 Schritten für Kapazität, Spannung, Stromgrenzen und InnenwiderstandReproduktion des Zusammenhangs zwischen Ladezustand, Leerlaufspannung und Innenwiderstand
SEQ Bearbeiten und SEQ TestenBis zu 10 Dateien mit jeweils bis zu 200 Schritten, einschließlich Verweilzeiten, Wiederholungen und Verknüpfungen zwischen SchrittenAutomatisiertes Testen mit frei definierbaren Arbeitspunktsequenzen
FehlersimulationNormalbetrieb, Kurzschluss, offener Minuspol, offener Pluspol und verpolte StromversorgungPrüfung der DUT-Reaktion auf elektrische Batteriefehler
Grafische DarstellungGrafische Anzeige über die InstrumentenschnittstelleÜberwachung des laufenden Testvorgangs direkt am Gerät

Sequenzdateien unterstützen bis zu 9,999 Wiederholungen auf Dateiebene. Die Verweildauer eines einzelnen Schritts kann von 0 bis 99.999 Sekunden programmiert werden.

Typische Anwendungen

Der N8361 ist für kompakte, batteriebetriebene Baugruppen und Geräte vorgesehen, die wiederholbare Tests unter definierten Spannungs-, Strom-, Innenwiderstands- oder Fehlerbedingungen erfordern.

Batterieschutzschaltungen

Schutzplatinen werden definierten Lade-, Entlade-, Kurzschluss-, Leerlauf- und Verpolungsbedingungen ausgesetzt.

Tragbare Unterhaltungselektronik

Smartphones, Bluetooth-Kopfhörer und Smartwatches können unter wiederholbaren Batterie- und SOC-Bedingungen entwickelt und getestet werden.

DC/DC-Konverter und kabelloses Laden

Kleine batteriebetriebene Netzteile und drahtlose Ladegeräte werden mit dynamischen Spannungen und begrenzten Strömen getestet.

Produktions- und End-of-Line-Prüfung

Wiederholbare Sequenzen, Fernsteuerungs- und Auslösefunktionen unterstützen die automatisierte Prüfung von Elektrowerkzeugen und tragbaren Geräten.

Batteriewartungsgeräte

Lade- und Wartungssysteme werden anhand definierter Batteriespannungen, Innenwiderstände und Stromrichtungen geprüft.

Schnittstellen, Messung und Automatisierung

Funktion oder SchnittstelleStatusUmfang
LANStandardFernsteuerung über ein lokales Netzwerk; Werksadresse IP 192.168.0.123
RS232StandardDB-9-Schnittstelle für serielle Fernsteuerung; Baudraten von 9,600 bis 115,200
CANStandardCAN-Busanschluss am hinteren Trigger/CAN-Anschluss; umschaltbare Impedanzanpassung in den Systemeinstellungen
SCPI BefehleUnterstütztFür die Funktionen Quelle, Laden, Batterie und SOC sind Beispiele für die Fernsteuerung verfügbar.
Digitaler AuslöserStandardExterner Triggereingang mit 5 V TTL Pegel- und Statussignal für automatisierte Abläufe
USBStandardFrontseitiger USB-Speicheranschluss; die Screenshot-Funktion wird über das Tastenfeld des Instruments aktiviert.
FernerkundungStandardVierdrahtanschluss zum Ausgleich des Spannungsabfalls zwischen dem Instrument und DUT
Integriertes DVMStandardEin Messkanal von −30 bis +30 V, 0.1 mV Auflösung, 4 Hz Messrate und 2 MΩ Eingangswiderstand

Installation und Infrastruktur

ErfordernisSpezifikation oder Anmerkung
NetzanschlussEinphasig, 100 bis 240 V AC, 47 bis 63 Hz
Netzstrom≤2 A bei 220 V oder ≤4 A bei 110 V
Sicherung250 V, 16 A, 20 × 5 mm Keramiksicherung
ErdungBetrieb nur über eine Netzsteckdose mit Schutzleiteranschluss
KühlungLuftkühlung über den hinteren Luftauslass
Betriebstemperatur0 bis 40 °C
Lagertemperatur−20 bis +60 °C
Relative Luftfeuchtigkeit5 bis 90% RH, nicht kondensierend
InstallationshöheUnterhalb von 2,000 m
Luftdruck80 bis 110 kPa
Abmessungen88.0 × 214.0 × 388.0 mm, entsprechend der Höhe 2 U
NettogewichtCa. 4 kg
AusgangsanschlüsseAnschlüsse vorne und hinten sind vorhanden, dürfen aber nicht gleichzeitig verwendet werden.

Schutz- und Sicherheitsfunktionen

Überspannungsschutz

Wenn der konfigurierte Wert OVP erreicht ist, wird der Ausgang abgeschaltet und die Schutzmeldung auf dem Display angezeigt.

Überstromschutz

OCP überwacht den ein- und ausgehenden Strom und schaltet den Ausgang bei Auslösung sofort ab.

Überlastschutz

Wird der programmierte Leistungsschwellenwert überschritten, wird der Ausgang abgeschaltet und eine Fehlermeldung angezeigt.

Der Kanal muss deaktiviert werden, bevor die Ausgangsverdrahtung geändert wird. Bei Vierleitermessungen muss der Messmodus auf „Fernmessung“ eingestellt werden. Die maximal zulässigen Werte an den Ausgangsklemmen werden durch die Nennspannung und den Nennstrom des Messgeräts bestimmt.

N8361 FAQ

Kann der N8361 sowohl Strom liefern als auch aufnehmen?

Ja. Der aktuelle Bereich ist bidirektional und erstreckt sich von −10 bis +10 A auf dem N8361-20-10.

Lässt sich der Innenwiderstand der Batterie programmieren?

Ja. Der simulierte Innenwiderstand kann von 0 bis 20 Ω programmiert werden.

Wie detailliert können SOC-Profile sein?

Es stehen bis zu 8 SOC Dateien zur Verfügung, die jeweils bis zu 200 Schritte für Kapazität, Spannung, Stromgrenzen und Innenwiderstand enthalten.

Was leistet die Sequenzoperation?

Es können bis zu 10 Sequenzdateien mit jeweils 200 Schritten programmiert werden. Jeder Schritt unterstützt Spannung, Stromgrenzen, Innenwiderstand, Verweilzeit und Schrittverknüpfungen.

Welche Fehlerzustände können simuliert werden?

Verfügbare Zustände sind: Normalbetrieb, Kurzschluss, offener Pluspol, offener Minuspol und umgekehrte Polarität.

Welche Schnittstellen stehen für die Automatisierung zur Verfügung?

Der N8361 stellt LAN, RS232 und CAN bereit. Ein externer Trigger und ein USB-Speicheranschluss sind ebenfalls verfügbar.

Ist eine externe Spannungsmessung möglich?

Ja. Der integrierte DVM misst externe DC Spannungen von −30 bis +30 V mit 0.1 mV Auflösung.

Können die vorderen und hinteren Anschlüsse gleichzeitig verwendet werden?

Nein. Die Anschlüsse für den vorderen und hinteren Kanal dürfen nicht gleichzeitig verbunden werden.

Technische Beratung und Projektanfrage

Für die Auswahl und Integration des N8361 prüfen wir Ihre Anforderungen an Spannung, Stromrichtung, Batterieprofile, Messbereiche, Dynamik und Automatisierung. Teilen Sie uns bitte Ihre Anforderungen an das DUT, die benötigten Lade- und Entladebedingungen sowie den geplanten Labor-, ATE- oder Produktionsaufbau mit.

Kontaktieren Sie ET für die technische Systemberatung.

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