CC, CP und CR sowie CCD, CPD und CRD bilden konstante und zeitlich wechselnde Belastungen für DC-Stromversorgungen ab.
N65500 – Regenerative High-Speed-DC-Last mit 20 oder 25 kW Nennleistung
Für schnelle EDPP-Lastprofile und dynamische Prüfungen an Server-Stromversorgungen mit Energierückspeisung.
Schnelle Lastwechsel und energierückspeisende Leistungstests lassen sich mit der N65500 in einem Gerät verbinden. Die regenerative elektronische DC-Last ist für die Prüfung leistungsstarker Stromversorgungen ausgelegt und kombiniert programmierbare Stromflanken mit der Rückführung aufgenommener Energie in das Versorgungsnetz.
Modellabhängig stehen bis zu 32 kW oder 40 kW für 30 Sekunden zur Verfügung; die Nennleistung beträgt 20 beziehungsweise 25 kW.
Sequenz-, EDPP- und Sweep-Funktionen unterstützen wiederholbare Prüfungen mit definierten Laststufen, Flanken und zeitlichen Abläufen.
LAN, USB, CAN, RS232 und RS485 sowie SCPI, MODBUS-RTU und CAN-Open unterstützen die Einbindung in automatisierte Prüfabläufe.
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Beschreibung
N65520-80-600 Regenerative Hochgeschwindigkeits-DC-Last, 20 kW / 32 kW Peak (30 s), 80 V, 600 A, Stromanstieg bis 60 A/µs, Rückspeiseeffizienz bis 91 %, 6 HE
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Leistung [P]
20000
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Spannung [V]
80
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Strom [A]
600
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Beschreibung
N65525-1000-80 Regenerative Hochgeschwindigkeits-DC-Last, 25 kW / 40 kW Peak (30 s), 1000 V, 80 A, Stromanstieg bis 8 A/µs, Rückspeiseeffizienz bis 94 %, 6 HE
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Leistung [P]
25000
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Spannung [V]
1000
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Strom [A]
80
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N65500: Regenerative elektronische DC-Last im Überblick
Die N65500-Serie ist eine regenerative elektronische DC-Last für Entwicklung und Produktionsprüfung leistungsstarker Stromversorgungen. Sie nimmt Energie am DC-Ausgang des Prüflings auf und führt einen Teil davon in das AC-Versorgungsnetz zurück. Dadurch sinkt die im Prüfumfeld abzuführende Verlustwärme gegenüber einer rein dissipativen Last. Zwei Ausführungen decken unterschiedliche Arbeitspunkte ab: die N65520-80-600 mit 80 V, 600 A und 20 kW sowie die N65525-1000-80 mit 1.000 V, 80 A und 25 kW. Beide Einzelgeräte benötigen 6 HE. Konstantstrom-, Konstantleistungs- und Konstantwiderstandsbetrieb werden durch dynamische Lastfunktionen ergänzt. Anwendungen sind unter anderem Servernetzteile, AIDC-Stromversorgungsmodule und DC-Ladesäulenmodule. Für die Geräteauswahl sind Spannung, Strom, Dauerleistung und zeitlicher Verlauf der Belastung gemeinsam zu berücksichtigen.
Zentrale Vorteile
Weniger Verlustwärme
Die Rückspeisung führt aufgenommene Energie ins Versorgungsnetz zurück. Eine Anzeige der zurückgespeisten Energie unterstützt die Bewertung des Energieeinsatzes im Test.
Leistung auf begrenztem Raum
20 kW beziehungsweise 25 kW Nennleistung in 6 HE ermöglichen leistungsstarke Prüfplätze bei begrenztem Einbauraum.
Kritische Frequenzen erkennen
Der dynamische Sweep erfasst Spannungsmaximum, Spannungsminimum und die zugehörigen Frequenzpunkte. Damit lassen sich auffällige Bereiche der Netzteildynamik gezielt untersuchen.
Lastspitzen nachbilden
EDPP-Tests bilden schnelle Wechsel zwischen unterschiedlichen Belastungsniveaus ab. Das unterstützt die Prüfung der Leistungsbereitstellung von AIDC-Stromversorgungen.
Strom fein vorgeben
Die CC-Einstellauflösung beträgt 10 mA beim 600-A-Modell und 1 mA beim 80-A-Modell. So lassen sich Sollwerte innerhalb des jeweiligen Bereichs fein abstufen.
Prüflingsschutz untersuchen
OCP- und OPP-Testfunktionen unterstützen die Prüfung des Überstrom- und Überleistungsverhaltens von Stromversorgungen.
Funktionsprinzip und Lastregelung
Im CC-Betrieb wird der aufgenommene Strom vorgegeben. Im CP-Betrieb passt sich der Strom an die Eingangsspannung an, um die eingestellte Leistung aufzunehmen; im CR-Betrieb folgt die Belastung einem eingestellten Widerstand. Zusätzlich stehen CR+CC und CP+CC als kombinierte Betriebsarten zur Verfügung. Die regenerative Architektur verbindet diese Lastfunktionen mit der Energierückführung ins AC-Netz.
Modelle und Leistungsbereich
| Modell | Max. DC-Spannung | Max. DC-Strom | Nennleistung | Bauhöhe |
|---|---|---|---|---|
| N65520-80-600 | 80 V | 600 A | 20 kW | 6 HE |
| N65525-1000-80 | 1.000 V | 80 A | 25 kW | 6 HE |
Arbeitspunkt auslegen: Es gilt P = U × I. Im Nennleistungsbetrieb ist der Strom für U > 0 durch I ≤ min(I-Nenn, P-Nenn/U) begrenzt; zusätzlich gelten die zulässigen Betriebsgrenzen. Bei 80 V entsprechen 20 kW rechnerisch 250 A, bei 1.000 V entsprechen 25 kW 25 A. Nennspannung und maximaler Strom sind daher nicht gleichzeitig bei Nennleistung nutzbar.
Kurzzeitige Überlast
| Zeitlich begrenzte Lastleistung | N65520-80-600 | N65525-1000-80 |
|---|---|---|
| 120 % für 300 s | 24 kW | 30 kW |
| 140 % für 60 s | 28 kW | 35 kW |
| 160 % für 30 s | 32 kW | 40 kW |
Die Überlastwerte gelten zeitlich begrenzt und ersetzen keine höhere Dauerleistung. Spannungs- und Stromgrenzen sind auch bei der Auslegung von Lastspitzen zu beachten.
Dynamik und Sweep
Anstiegs- und Abfallflanken sowie obere und untere Lastniveaus, Verweilzeiten und Zykluszahl lassen sich für dynamische Belastungen einstellen. Die maximale Stromsteilheit beträgt 60 A/µs beim N65520-80-600 und 8 A/µs beim N65525-1000-80. Die Zeiten T1 und T2 im CCD-Modus sind jeweils von 25 µs bis 3.600 s einstellbar.
Im dynamischen Sweep beträgt die Abtastrate für Spannung und Strom 500 kHz. Die Laststromfrequenz kann bis 30 kHz variiert werden; erfasst werden Vpk+, Vpk− und die zugehörigen Frequenzpunkte. Abtastrate, Sweep-Frequenz und Stromsteilheit beschreiben unterschiedliche Eigenschaften und sind getrennt für das Prüfprofil zu bewerten.
Betriebsarten und programmierbare Funktionen
| Funktion | Arbeitsweise und Nutzen |
|---|---|
| CC / CP / CR | Konstante Strom-, Leistungs- oder Widerstandsvorgabe zur stationären Belastung einer DC-Quelle. |
| CR+CC / CP+CC | Kombinierte Betriebsarten für Lastbedingungen mit Widerstands- beziehungsweise Leistungs- und Stromanteil. |
| CCD / CRD / CPD | Dynamische Strom-, Widerstands- und Leistungsbelastung zur Untersuchung zeitabhängiger Reaktionen. |
| Dynamische Last / Sequenz | Programmierbare Laststufen und Zeitabläufe für wiederkehrende Prüfprofile. |
| EDPP | Schnelle Lastwechsel für Prüfungen der kurzzeitigen Leistungsbereitstellung von AIDC-Stromversorgungen. |
| OCP / OPP | Prüfung des Überstrom- und Überleistungsverhaltens des Prüflings. |
Typische Anwendungen
Servernetzteile und Power Shelves
Dynamische Lastprofile, EDPP und Sweep unterstützen die Charakterisierung von Lastsprungverhalten und Stabilität leistungsstarker Serverstromversorgungen.
DC-Ladesäulenmodule
Der DC-Ausgang eines Lademoduls wird mit definierter Strom-, Leistungs- oder Widerstandslast geprüft. Die Modellwahl richtet sich nach Ausgangsspannung, Strom und benötigter Lastleistung.
Produktionsprüfung und Burn-in
AIDC-Stromversorgungsmodule lassen sich unter hoher Last betreiben und dynamisch prüfen. Rückspeisung und Sequenzfunktionen unterstützen wiederkehrende Produktionsabläufe.
Schnittstellen und Automatisierung
| Ausstattung | Einordnung |
|---|---|
| LAN, USB, CAN, RS232, RS485 | Kommunikationsschnittstellen zur Einbindung in übergeordnete Prüfsysteme. |
| SCPI, MODBUS-RTU, CAN-Open | Unterstützte Kommunikationsprotokolle; die konkrete Zuordnung zu Schnittstellen ist bei der Integration abzustimmen. |
| Anzeige, Zahlentasten, Funktionstasten, Drehknopf | Lokale Bedienung und Einstellung am Gerät. |
| Erfassung der Rückspeiseenergie | Anzeige von zurückgespeister Energie und Rückspeisewirkungsgrad zur Beobachtung des Testbetriebs. |
Parallelbetrieb
Die Serie unterstützt die Erweiterung durch Parallelbetrieb. Geräteanzahl, Kombination, erreichbare Dynamik und Systemleistung sind für den konkreten Aufbau abzustimmen.
Installation und Infrastruktur
| Merkmal | Ausführung / Bereich |
|---|---|
| AC-Netz | Dreiphasiges Vierleiternetz, 340–480 V AC |
| Netzfrequenz | 47–63 Hz |
| Leistungsfaktor | ≥ 0,99 |
| Bauhöhe / Nettogewicht | 6 HE; ca. 75 kg je Einzelgerät |
| Betriebstemperatur | 0–40 °C |
| Lagertemperatur | −20 bis +70 °C |
| Umgebung | Höhe < 2.000 m; relative Luftfeuchtigkeit ≤ 80 %, nicht kondensierend |
Schutzfunktionen
Zur Schutz- und Überwachungsfunktion gehören Über- und Unterspannung, Über- und Unterstrom, Überleistung und Übertemperatur sowie ein Verpolungsalarm. Die OCP-/OPP-Prüffunktionen für den Prüfling sind von diesen geräteeigenen Schutzfunktionen zu unterscheiden.
Häufige Fragen
Welche Ausführung passt zu meinem Prüfling?
Für niedrige Spannung und hohen Strom steht die N65520-80-600 bereit; die N65525-1000-80 deckt höhere DC-Spannungen ab. Entscheidend sind der gleichzeitige Spannungs-, Strom- und Leistungsbedarf sowie das Lastprofil.
Sind 600 A bei 80 V dauerhaft möglich?
Diese Kombination entspricht 48 kW und liegt über der Nennleistung von 20 kW. Bei 80 V beträgt die rechnerische Stromgrenze aus der Nennleistung 250 A; weitere Betriebsgrenzen bleiben zu beachten.
Kann die Last 160 % dauerhaft aufnehmen?
Nein. 160 % entsprechen 32 kW beziehungsweise 40 kW für 30 s. Die Dauerleistung beträgt je nach Modell 20 kW oder 25 kW.
Welche Stromsteilheit steht zur Verfügung?
Bis zu 60 A/µs beim N65520-80-600 und bis zu 8 A/µs beim N65525-1000-80. Diese Werte beschreiben die Stromänderung pro Zeit, nicht die Sweep-Frequenz.
Was zeigt der dynamische Sweep?
Er erfasst Spannungsmaximum und Spannungsminimum sowie die Frequenzpunkte ihres Auftretens. So können kritische Bereiche des dynamischen Netzteilverhaltens untersucht werden.
Lassen sich Servernetzteile mit EDPP-Profilen prüfen?
Ja. EDPP- und dynamische Lastfunktionen unterstützen schnelle Wechsel zwischen Belastungsniveaus. Die Profile müssen innerhalb der Spannungs-, Strom- und zeitabhängigen Leistungsgrenzen der Last liegen.
Ist die N65500 für DC-Ladesäulenmodule geeignet?
Ja. Sie belastet den DC-Ausgang des Moduls mit CC, CP oder CR. Das passende Modell wird anhand des benötigten Arbeitspunkts und der Lastdynamik gewählt.
Kann sie für Burn-in und Produktionsprüfung eingesetzt werden?
Ja. Die Serie unterstützt Hochlast-Burn-in und dynamische Prüfungen an AIDC-Stromversorgungsmodulen. Sequenzen und Kommunikationsschnittstellen ermöglichen wiederkehrende Prüfabläufe.
Technische Beratung
Für die Auswahl einer N65500 benötigen wir den Spannungsbereich Ihres Prüflings, maximalen Strom, Dauer- und Spitzenleistung, Dauer der Lastspitzen sowie die gewünschte Stromsteilheit. Ergänzen Sie Angaben zu Prüfablauf, Schnittstellen und verfügbarer AC-Netzinfrastruktur.