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Software

Charge & Discharge Cycle Test System im Überblick

Das Charge & Discharge Cycle Test System steuert wiederkehrende Lade- und Entladeabläufe über frei zusammenstellbare Prüfsequenzen. Lade-, Entlade- und Ruhephasen können ergänzt, bearbeitet, gelöscht und zu Schleifen kombiniert werden. Je Prüfschritt lassen sich passende Sollwerte und Abschaltbedingungen festlegen. Der Zykluszähler unterstützt 0 bis 65.535 Durchläufe; der Wert 0 aktiviert einen unbegrenzten Betrieb. Während der Ausführung zeigt die Software Gerätestatus, aktuellen Prüfschritt, Ausgangswerte, Kapazität, Ereignisse und Laufzeiten an. Messdaten können aufgezeichnet, als Echtzeitkurven betrachtet und später über die Datenabfrage geöffnet werden. Prüfsequenzen lassen sich im XML-Format exportieren und erneut importieren. Die Kommunikation mit dem angebundenen Leistungsgerät wird über IP-Adresse, Port und Geräte-ID eingerichtet.

Zentrale Vorteile

Wiederverwendbare Prüfpläne

Sequenzen können neu angelegt, umbenannt, gespeichert sowie per XML importiert und exportiert werden. Das erleichtert wiederkehrende Prüfkampagnen.

Schrittabhängige Beendigung

Lade- und Entladephasen werden anhand definierter Grenzwerte für Spannung, Strom, Kapazität oder Zeit beendet.

Transparenter Teststatus

Verbindungszustand, Ausgangswerte, Betriebsart, Alarme, Sequenzschritt und Ausführungszeit bleiben während des Tests sichtbar.

Mehrere Kurvenansichten

Die Oberfläche stellt Spannung, Strom und Kapazität über der Zeit sowie Spannung und Strom über der Kapazität dar.

Steuerbare Datenaufzeichnung

Speicherpfad, Dateiname und Erfassungsintervall sind konfigurierbar. Die Aufzeichnung kann für reine Live-Anzeigen deaktiviert werden.

Verbindung erneut aufbauen

Nach einer Änderung der Geräte-IP kann die Software die Kommunikation über eine eigene Reconnect-Funktion wiederherstellen.

Prüfablauf und zentrale Steuerung

Vor dem Start wird ein gespeicherter Prüfplan ausgewählt und in einer Vorschau angezeigt. Schutzparameter und die gewünschte Zykluszahl werden direkt im Startdialog festgelegt. Anschließend arbeitet die Software die ausgewählte Sequenz automatisch ab.

Kontrollierter Stopp: Die Stoppfunktion beendet die laufende Sequenz und schaltet gleichzeitig alle Ausgangskanäle des angebundenen Leistungsgeräts ab. Nach einem Gerätealarm wird der Alarmzustand manuell zurückgesetzt, bevor der Ausgang wieder aktiviert und die Prüfung neu gestartet werden kann.

Programmierbare Prüfschritte und Grenzbedingungen

Prüfschritt Programmierbare Werte Abschalt- oder Zeitbedingungen
Laden Ladespannung und Ladestrom Beendigung über Spannung, Strom, Kapazität oder Zeit; Kapazitätsbereich 0,000 bis 1.080 Ah. Der Wert 0 deaktiviert die jeweilige Bedingung.
Entladen Entladestrom und Entladeleistung Beendigung über Spannung, Kapazität oder Zeit; Kapazitätsbereich 0,000 bis 1.080 Ah. Der Wert 0 deaktiviert die jeweilige Bedingung.
Ruhephase Dauer in Stunden, Minuten und Sekunden Die Gesamtdauer eines Ruheschritts beträgt höchstens 100 Tage.
Zyklusschleife 0 bis 65.535 Zyklen Der Wert 0 steht für eine unbegrenzte Wiederholung; 0 ist zugleich der Standardwert.

Messdatenerfassung und Auswertung

Echtzeitdaten

Das Statuspanel zeigt Verbindung, Ausgangszustand, Spannung, Strom, Leistung, Kapazität, Betriebsart, Alarmereignisse, aktuellen Schritt und Laufzeit.

Historische Datensätze

Gespeicherte Datensatzdateien können über die Datenabfrage geöffnet werden, um die während einer Prüfung aufgezeichneten Detailwerte einzusehen.

Kurven über der Zeit

Spannungs-, Strom- und Kapazitätsverläufe werden zeitbezogen dargestellt und während der Prüfung aktualisiert.

Kurven über der Kapazität

Zusätzliche Diagramme stellen Spannung und Strom in Abhängigkeit von der erfassten Kapazität dar.

Typische Anwendungen

Die Prüfsoftware unterstützt wiederkehrende Batterieprüfungen, bei denen definierte Abläufe, klare Beendigungskriterien und nachvollziehbare Messdaten erforderlich sind.

Lade- und Entladecharakterisierung

Für den Batterieprüfling werden Lade- und Entladephasen mit passenden Sollwerten sowie spannungs-, strom-, kapazitäts- oder zeitabhängigen Abschaltkriterien ausgeführt.

Zyklische Dauerprüfungen

Definierte Sequenzen werden mit einer festgelegten Zyklenzahl oder ohne Begrenzung wiederholt und fortlaufend überwacht.

Untersuchung von Abschaltbedingungen

Der Prüfling kann bis zu definierten Grenzwerten für Spannung, Strom, Kapazität oder Zeit betrieben werden, bevor der jeweilige Schritt automatisch endet.

Wiederkehrende Testkampagnen

Gespeicherte Konfigurationen und XML-Prüfsequenzen reduzieren den Einrichtungsaufwand bei gleichartigen Prüfungen und mehreren Testreihen.

Kommunikation, Konfiguration und Datenverwaltung

Funktion Umsetzung Nutzen
Gerätekommunikation LAN-Verbindung mit konfigurierbarer IP-Adresse, Portnummer und Geräte-ID Einbindung des angebundenen Leistungsgeräts und Wiederherstellung der Verbindung nach einer IP-Änderung
Sequenzverwaltung Neu anlegen, löschen, umbenennen, speichern, XML-Import und XML-Export Einheitliche Prüfabläufe können gesichert, übertragen und erneut verwendet werden.
Datenaufzeichnung Konfigurierbarer Speicherpfad, Dateiname und Erfassungsintervall Die Ablage wird an den jeweiligen Prüfaufbau angepasst; ohne Pfadangabe erfolgt die Speicherung im Anwendungsverzeichnis unter Data/Record.
Aufzeichnungssteuerung Aktivierbare oder deaktivierbare Datenaufzeichnung Bei deaktivierter Speicherung bleiben die Live-Kurven verfügbar, ohne Testdaten in einer Datei abzulegen.
Oberflächensprache Englisch über den Eintrag „Language“ in Data/Config.ini; andernfalls Chinesisch Die Sprache wird beim nächsten Start der Software entsprechend der Konfiguration geladen.

Installation und PC-Anforderungen

Komponente Empfohlene Ausstattung
Prozessor i3 oder höher
Arbeitsspeicher Mindestens 8 GB
Festplattenspeicher Mindestens 500 GB
Netzwerk LAN-Anschluss
Betriebssystem Windows 7 SP oder Windows 10 und neuer, 64-Bit-Installation
Bildschirmauflösung Mindestens 1.440 × 900 Pixel

Das Installationsprogramm „Charge&discharge cycle test system21.0 x64_Setup.exe“ wird über den mitgelieferten USB-Datenträger ausgeführt. Nach der Installation erstellt die Anwendung automatisch eine Desktop-Verknüpfung.

Schutz- und Sicherheitsfunktionen

Für die Ablaufüberwachung können Überspannungs-, Überstrom-, Überleistungs-, Unterspannungs- und Unterstromgrenzen festgelegt werden. Werden Grenzwerte überschritten, löst das System Schutzmaßnahmen aus. Gerätealarme werden in der Bedienoberfläche angezeigt und nach Behebung der Ursache manuell zurückgesetzt.

Sicherer Systembetrieb:
  • Elektrische Verbindungen nur bei ausgeschaltetem Gerät herstellen.
  • Das angebundene Gerät vor dem Betrieb ordnungsgemäß mit dem Schutzleiter verbinden.
  • Das System ausschließlich durch qualifiziertes Personal bedienen lassen.
  • Beschädigte Geräte nicht verwenden und keine unautorisierten Veränderungen vornehmen.

FAQ zum Charge & Discharge Cycle Test System

Welche Prüfschritte lassen sich programmieren?

Die Sequenzen unterstützen Lade-, Entlade- und Ruhephasen sowie wiederholte Ausführungen der zusammengestellten Schritte.

Wie viele Testzyklen sind möglich?

Der Zykluszähler reicht von 0 bis 65.535. Bei der Einstellung 0 wird die Sequenz unbegrenzt wiederholt.

Welche Abschaltbedingungen stehen beim Laden zur Verfügung?

Ein Ladeschritt kann über Spannung, Strom, Kapazität oder Zeit beendet werden. Der Wert 0 deaktiviert die jeweilige Bedingung.

Welche Abschaltbedingungen gelten beim Entladen?

Ein Entladeschritt kann über Spannung, Kapazität oder Zeit beendet werden. Strom und Leistung dienen als Sollwerte des Entladeschritts.

Können Prüfpläne auf andere Systeme übertragen werden?

Ja. Prüfsequenzen können als XML-Dateien exportiert und anschließend wieder importiert werden.

Ist die Datenspeicherung zwingend aktiv?

Nein. Die Aufzeichnung lässt sich deaktivieren; die Echtzeitkurven bleiben in diesem Fall weiterhin sichtbar.

Welche Werte werden live angezeigt?

Die Oberfläche zeigt unter anderem Verbindungsstatus, Spannung, Strom, Leistung, Kapazität, Betriebsart, Alarme, Prüfschritt und Laufzeit.

Wie wird das Leistungsgerät angebunden?

Die Kommunikation erfolgt über LAN. In den Systemeinstellungen werden IP-Adresse, Portnummer und Geräte-ID konfiguriert.

Technische Beratung und Projektanfrage

Für die Auswahl des passenden Leistungsgeräts, die Auslegung der Lade- und Entladewerte sowie die Integration in einen automatisierten Batterieprüfstand unterstützt Sie ET System von der technischen Klärung bis zur Systemumsetzung.

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