Lade-, Entlade- und Ruhephasen lassen sich kombinieren, bearbeiten und mit einer definierten Zykluszahl wiederholen.
Charge & Discharge – Prüfsoftware für Batterie-Zyklustests
Für wiederkehrende Lade-, Entlade- und Ruhephasen mit frei definierbaren Prüfsequenzen und kontinuierlicher Messdatenerfassung.
Die Charge & Discharge Cycle Test System Software steuert kontinuierliche Batterie-Zyklentests über frei editierbare Folgen aus Lade-, Entlade- und Ruhephasen. Abbruchkriterien, Schutzparameter und Wiederholungszahlen werden zentral konfiguriert; Messwerte, Kapazität und Kurven bleiben während des Ablaufs in einer Oberfläche sichtbar.
Spannung, Strom, Kapazität und Zeit stehen je nach Schritt als Bedingungen für das automatische Beenden bereit.
Status, elektrische Messwerte und Kapazität werden numerisch sowie als zeit- und kapazitätsbezogene Kurven dargestellt.
Testsequenzen können im XML-Format exportiert und importiert werden, um wiederkehrende Prüfabläufe schneller vorzubereiten.
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Charge & Discharge Cycle Test System im Überblick
Die Charge & Discharge Cycle Test System Software ist eine Windows-Anwendung zur Steuerung und Überwachung kontinuierlicher Batterie-Zyklentests. Sie verbindet sich über LAN mit der eingesetzten Stromversorgung; IP-Adresse, Port und Geräte-ID werden in den Systemeinstellungen hinterlegt. Prüfpläne bestehen aus frei kombinierbaren Lade-, Entlade- und Ruhephasen und können mit einer festgelegten Zykluszahl ausgeführt werden. Für jeden Schritt lassen sich passende Sollwerte und Abbruchbedingungen definieren. Während des Ablaufs berechnet die Software Lade- und Entladekapazitäten, zeigt Geräte-, Schritt- und Teststatus an und aktualisiert Messkurven in Echtzeit. Bei aktivierter Aufzeichnung werden die Daten in einem wählbaren Pfad mit einstellbarem Erfassungsintervall gespeichert und anschließend über die Datenabfrage geöffnet. Testsequenzen lassen sich als XML-Dateien exportieren und erneut importieren. Elektrische Leistungsbereiche und die Kompatibilität mit konkreten Geräten werden von der verwendeten Hardwarekonfiguration bestimmt.
Zentrale Vorteile
Editierbare Prüfabläufe
Lade-, Entlade- und Ruhephasen werden zu wiederholbaren Sequenzen kombiniert und bei Bedarf einzeln angepasst.
Schrittbezogene Grenzen
Mehrere Abbruchbedingungen beenden einen Schritt automatisch, sobald der konfigurierte Grenzwert erreicht wird.
Laufende Übersicht
Verbindung, Ausgangszustand, Messwerte, Kapazität, Betriebsart, Alarme und Sequenzfortschritt bleiben zentral sichtbar.
Kurven in Echtzeit
Spannung, Strom und Kapazität werden über der Zeit sowie teilweise über der Kapazität dargestellt.
Sequenzen übertragen
XML-Import und -Export erleichtern das Sichern, Verteilen und erneute Verwenden vorbereiteter Testsequenzen.
Nachvollziehbare Testdaten
Aufgezeichnete Datensätze lassen sich über die integrierte Datenabfrage auswählen und im Detail anzeigen.
Funktionsprinzip und Sequenzaufbau
Eine Testsequenz wird schrittweise aufgebaut, gespeichert und anschließend über die Startfunktion ausgewählt. Die Vorschau zeigt den vorbereiteten Ablauf; zusätzlich werden Schutzparameter und die gewünschte Zykluszahl festgelegt. Nach dem Start arbeitet die Software die Sequenz automatisch ab und aktualisiert Status- und Messdaten.
| Element | Einstellung | Funktion im Ablauf |
|---|---|---|
| Ladeschritt | Ladespannung und Ladestrom | Lädt die Batterie bis eine aktivierte Abbruchbedingung erreicht wird. |
| Entladeschritt | Entladestrom und Entladeleistung | Entlädt die Batterie bis eine aktivierte Abbruchbedingung erreicht wird. |
| Ruhephase | Dauer in Stunden, Minuten und Sekunden | Unterbricht Lade- und Entladevorgänge für eine definierte Zeit von maximal 100 Tagen. |
| Schleife | 0–65.535 Zyklen | Wiederholt den Prüfplan; der Wert 0 steht für unbegrenztes Wiederholen. |
Sequenzen können neu angelegt, gelöscht, umbenannt und gespeichert werden. Einzelne Schritte lassen sich nachträglich öffnen und bearbeiten.
Abbruchbedingungen und Schutzparameter
| Schritt | Abbruchbedingung | Wirkung und Bereich |
|---|---|---|
| Laden | Spannung | Beendet den Schritt, wenn die Istspannung auf den eingestellten Wert ansteigt. |
| Laden | Strom | Beendet den Schritt, wenn der Iststrom auf den eingestellten Wert absinkt. |
| Laden | Kapazität | Beendet den Schritt bei der kumulierten Ladekapazität; einstellbar von 0,000 bis 1.080 Ah. |
| Laden | Zeit | Beendet den Schritt nach der eingestellten kumulierten Ladezeit. |
| Entladen | Spannung | Beendet den Schritt, wenn die Istspannung auf den eingestellten Wert absinkt. |
| Entladen | Kapazität | Beendet den Schritt bei der kumulierten Entladekapazität; einstellbar von 0,000 bis 1.080 Ah. |
| Entladen | Zeit | Beendet den Schritt nach der eingestellten kumulierten Entladezeit. |
Wert 0: Bei den beschriebenen Abbruchbedingungen deaktiviert der Wert 0 die jeweilige Bedingung und ist als Standardwert hinterlegt. Schutzparameter für Überspannung, Überstrom, Überleistung, Unterspannung und Unterstrom werden getrennt für die Überwachung des Gerätezustands konfiguriert.
Echtzeitüberwachung und Datenaufzeichnung
| Bereich | Angezeigte oder konfigurierbare Informationen | Nutzen |
|---|---|---|
| Gerätestatus | Verbindung, Ausgangszustand, Spannung, Strom, Leistung, Kapazität, Betriebsart und Alarmereignisse | Der aktuelle Zustand der angeschlossenen Hardware ist in einer Übersicht erkennbar. |
| Schrittstatus | Aktueller Sequenzschritt und bisherige Ausführungszahl | Der Fortschritt innerhalb wiederholter Prüfabläufe bleibt nachvollziehbar. |
| Teststatus | Gesamtstatus, Testereignisse und Ausführungszeit des aktuellen Schritts | Laufende Abläufe können ohne Wechsel in eine separate Ansicht verfolgt werden. |
| Kurvenanzeige | Spannung, Strom und Kapazität über der Zeit; Spannung und Strom über der Kapazität | Verläufe und Übergänge werden während des Tests grafisch sichtbar. |
| Aufzeichnung | Speicherpfad, Dateiname, Erfassungsintervall und aktivierbare Datenspeicherung | Umfang und Ablage der Messdaten lassen sich an den Prüfablauf anpassen. |
| Datenabfrage | Auswahl und Detailansicht vorhandener Datensatzdateien | Historische Prüfdaten können nach dem Test erneut geöffnet werden. |
Kommunikation und Bedienfunktionen
| Funktion | Beschreibung |
|---|---|
| LAN-Konfiguration | IP-Adresse, Kommunikationsport und eindeutige Geräte-ID der Stromversorgung werden in den Systemeinstellungen hinterlegt. |
| Reconnect | Nach einer Änderung der Geräte-IP stößt die Software den Wiederaufbau der Kommunikation aktiv an. |
| Start | Wählt einen gespeicherten Prüfplan, zeigt dessen Vorschau und startet ihn mit Schutzparametern und Zykluszahl. |
| Stop | Beendet die laufende Testsequenz unmittelbar und schaltet die Ausgangskanäle der Stromversorgung ab. |
| Clear Alarm | Löscht einen vom untergeordneten Gerät gemeldeten Alarm manuell, bevor der Ausgang wieder aktiviert und der Test neu gestartet wird. |
| Sprache | Die Oberfläche wird über den Eintrag Language in der Datei Data\Config.ini auf Englisch umgestellt; andernfalls ist Chinesisch die Voreinstellung. |
Systemvoraussetzungen
| Komponente | Empfohlene Konfiguration |
|---|---|
| Prozessor | i3 oder höher |
| Arbeitsspeicher | 8 GB oder mehr |
| Festplattenspeicher | 500 GB oder mehr |
| Netzwerk | LAN-Anschluss |
| Betriebssystem | Windows 7 SP beziehungsweise Windows 10 oder neuer |
| Bildschirmauflösung | 1.440 × 900 oder höher |
Die Installationsdatei ist als 64-Bit-Setup bezeichnet. Nach der Installation wird eine Verknüpfung auf dem Desktop erstellt.
Typische Anwendungen
Kontinuierliche Batterie-Zyklentests
Wiederholte Lade-, Entlade- und Ruhephasen werden automatisch ausgeführt, während Kapazität, Status und Messkurven fortlaufend überwacht werden.
Prüfpläne für unterschiedliche Vorgaben
Editierbare Schritte, Grenzwerte und Schleifen bilden Batterieprüfabläufe ab, ohne einen bestimmten Prüfstandard fest vorzugeben.
Wiederkehrende Mehrchargen-Tests
Gespeicherte und per XML übertragbare Sequenzen reduzieren den manuellen Einrichtaufwand bei wiederholt ausgeführten Prüfplänen.
Charge & Discharge Cycle Test System FAQ
Welche Schritttypen unterstützt die Software?
Eine Sequenz kann Lade-, Entlade- und Ruhephasen enthalten. Schritte lassen sich hinzufügen, bearbeiten und innerhalb eines gespeicherten Prüfplans ausführen.
Wie viele Zyklen sind einstellbar?
Der Bereich reicht von 0 bis 65.535. Der Wert 0 steht für unbegrenztes Wiederholen; zugleich ist er der voreingestellte Wert.
Welche Abbruchbedingungen sind verfügbar?
Ladeschritte unterstützen Spannung, Strom, Kapazität und Zeit. Bei Entladeschritten stehen Spannung, Kapazität und Zeit zur Verfügung.
Wie werden Testdaten gespeichert?
Bei aktivierter Aufzeichnung werden Speicherpfad, Dateiname und Erfassungsintervall vorgegeben. Ohne Pfadangabe nutzt die Software den Ordner Data/Record im Anwendungsverzeichnis.
Lassen sich Prüfpläne auf andere Installationen übertragen?
Testsequenzen können als XML-Datei exportiert und aus extern gespeicherten oder bearbeiteten Dateien wieder importiert werden.
Welche PC-Ausstattung wird empfohlen?
Empfohlen sind mindestens ein i3-Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher, 500 GB Festplattenspeicher, LAN und eine Auflösung von 1.440 × 900.
Eignet sich die Software für kontinuierliche Batterie-Zyklentests?
Ja. Sequenzen aus Lade-, Entlade- und Ruhephasen können wiederholt werden; Messwerte, Kapazität und Kurven werden während des Tests angezeigt.
Lassen sich wiederkehrende Mehrchargen-Tests vorbereiten?
Ja. Gespeicherte Sequenzen und XML-Import/-Export ermöglichen die erneute Nutzung vorbereiteter Abläufe. Die passende Hardwarekonfiguration ist separat festzulegen.
Technische Beratung und Projektanfrage
Für die Auslegung eines Charge-&-Discharge-Prüfsystems benötigen wir die vorgesehene Stromversorgung, Spannungs-, Strom- und Leistungsanforderungen der Batterie, die geplanten Sequenzen und Abbruchkriterien sowie Angaben zu Zykluszahl, Datenaufzeichnung und Netzwerkumgebung.