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LAB/ETS Control im Überblick

LAB/ETS Control ist eine Bedien-, Überwachungs- und Simulationssoftware für programmierbare DC-Stromversorgungen der Reihen LAB/SMP, LAB/SMS und LAB/HP. Verbundene Geräte lassen sich auswählen, konfigurieren und mit eigenen Bedien- und Messfeldern verwalten. Die Oberfläche überträgt Sollwerte für Spannung und Strom, schaltet den Ausgang und zeigt fortlaufend Spannung, Strom, Leistung und Widerstand an.

Für unterschiedliche Prüfaufgaben stehen die Modi UI/VC, UIP/VCP, UIR/VCR, PVSim, USER und SCRIPT zur Verfügung. Ergänzend unterstützt die Software frei definierbare Sequenzen, Datenlogging, Benutzergrenzen, Schutzparameter sowie parallele, serielle und unabhängige Master-Slave-Konfigurationen. Die PV-Funktionen erzeugen statische und dynamische I-V- und P-V-Kennlinien, verarbeiten Einstrahlungs- und Temperaturprofile und stellen MPP-Tracking sowie MPPT-Effizienz grafisch dar. Ein Demo-Gerät ermöglicht es, die Bedienabläufe ohne angeschlossene Stromversorgung kennenzulernen.

Zentrale Vorteile

Mehrere Geräte in einer Oberfläche

Jede verbundene Stromversorgung erhält eigene Bedien- und Messfelder; Sollwerte, Ausgang und Messungen können auch geräteübergreifend verwaltet werden.

PV-Kennlinien und MPPT

Statische und dynamische Simulationen stellen I-V- und P-V-Verläufe dar und erfassen MPP-Werte sowie MPPT-Effizienz.

Nachvollziehbare Messreihen

Mess-, Sequenz- und PV-Daten lassen sich mit wählbarem Protokollierungsintervall lokal speichern.

Wiederholbare Prüfabläufe

Sequenzen kombinieren Spannungs- und Stromwerte mit Verzögerungen; Skripte verarbeiten bis zu 1.000 Befehle.

Definierte Arbeitsgrenzen

Benutzergrenzen und einstellbare Spannungs- und Stromsteilheiten begrenzen Sollwerte und formen Übergänge zwischen Arbeitspunkten.

Bedienung ohne Hardware üben

Das Demo-Gerät bildet eine Verbindung nach und macht die Softwarefunktionen für Schulung, Entwicklung und Präsentation zugänglich.

Betriebsarten und Funktionsprinzip

LAB/ETS Control überträgt Sollwerte und Betriebsbefehle an die verbundene Stromversorgung und visualisiert die zurückgelesenen Werte. Der verfügbare Einstellbereich folgt den Hardware- und Benutzergrenzen des ausgewählten Geräts.

ModusArbeitsweiseTypischer Nutzen
UI / VCSpannungs- und Stromsollwert werden direkt an den Regler übertragen.Direkte Vorgabe eines DC-Arbeitspunkts
UIP / VCPErgänzt Spannung und Strom um eine einstellbare Leistungsbegrenzung.Betrieb innerhalb einer definierten Leistungsgrenze
UIR / VCRRegelt den Spannungssollwert so, dass eine einstellbare Innenresistenz nachgebildet wird; der Stromsollwert dient als Begrenzung.Nachbildung einer Quelle mit Innenwiderstand
PVSimErzeugt aus Voc, Isc, Vmp und Imp eine PV-Kennlinie und führt statische oder dynamische Simulationen aus.Untersuchung von MPP-Tracking und PV-Eingängen
USERÜberträgt benutzerdefinierte Spannungs- und Strompunkte an das Gerät.Individuelle Kennlinien und frei definierte Profile
SCRIPTFührt geladene oder manuell zusammengestellte Befehlsfolgen aus.Automatisierte, wiederholbare Steuerabläufe

Für UIR, UIP und PVSim sind getrennte digitale PID-Regler vorgesehen. Pro Regler lassen sich Proportional-, Integral- und Differentialanteil einstellen.

Unterstützte Gerätereihen und Verbindungen

Die Software ist für programmierbare DC-Stromversorgungen der Familien LAB/SMP, LAB/SMS und LAB/HP ausgelegt. Konkrete Sollwert- und Schutzbereiche werden aus dem jeweils verbundenen Gerät übernommen und in der Oberfläche als Hardware-Limits angezeigt.

VerbindungEinrichtung in der SoftwareAngaben
LAN / TCPAutomatische Gerätesuche oder manuelles HinzufügenIP-Adresse und Port
RS232Serielle Suche oder manuelles HinzufügenCOM-Port und Baudrate
USBDirekte Verbindung zwischen Stromversorgung und ComputerUnterstützte Geräteverbindung
IEEE-488 / GPIBManuelles HinzufügenPrimäradresse und Nummer des GPIB-Boards

Bereits verwendete Geräte bleiben in der Liste „Recent Devices“ mit Gerätedaten und Verbindungseinstellungen verfügbar. Neue Geräte können gesucht, erneut gesucht oder mit ihren Verbindungsparametern manuell angelegt werden.

Statische und dynamische PV-Simulation

Im statischen PV-Betrieb berechnet LAB/ETS Control aus Leerlaufspannung Voc, Kurzschlussstrom Isc sowie Spannung Vmp und Strom Imp am Maximum Power Point die I-V- und P-V-Kennlinien. Während der Simulation werden der MPP verfolgt, die MPPT-Effizienz dargestellt und Vmp, Imp, MPP-Leistung sowie Effizienz mit einem frei wählbaren Intervall protokolliert.

Die dynamische PV-Simulation kombiniert Modulkennlinien mit zeitabhängigen Einstrahlungs- und Temperaturprofilen. Vorgegebene Profile können geladen und durch eigene Dateien ergänzt werden. Für Modulkennlinien stehen Bibliotheken nach Sandia National Laboratories und der California Energy Commission zur Verfügung; die zugehörigen Kennlinienparameter können angepasst werden. Die Änderungsgeschwindigkeit der Einstrahlung ist zwischen 1 und 200 W/m²/s einstellbar.

Verschattungssimulation: Im PV-Generator lassen sich mindestens zwei Verschattungsprofile kombinieren. Auf Basis eines Ein-Dioden-Modells berechnet die Software geänderte Vmp- und Imp-Werte und stellt die resultierenden I-V- und P-V-Kurven sowie die MPPT-Effizienz dar.

Skripte, Sequenzen und Datenlogging

FunktionMöglichkeitenErgebnis
Script-ModusBefehle aus Textdatei laden, manuell eingeben oder über die digitale Schnittstelle programmieren; bis zu 1.000 BefehleAbläufe mit Sollwerten, Modi, Verzögerungen, Schleifen, Standby und Ausgangssteuerung
Script ViewBeispiel laden, Datei laden, Liste leeren und Skript startenBefehlsliste direkt in der Anwendung ausführen
Sequence ViewZeilen mit Spannung, Strom und Verzögerung anlegen, aus Datei laden, bearbeiten, speichern, wiederholen oder abbrechenTabellarischer Ablauf mit Anzeige des aktuellen Schritts
Sequenz-LoggingSpannung und Strom mit einstellbarem Intervall in Millisekunden speichernLokale Messdatei zum ausgeführten Ablauf
PV-LoggingVmp, Imp, MPP-Leistung, MPPT-Effizienz, Einstrahlung und Temperatur in Sekundenintervallen speichernLokale Daten für die Auswertung der PV-Simulation

Beim Laden einer Sequenz prüft die Software die enthaltenen Spannungs- und Stromwerte gegen die eingestellten Benutzergrenzen. Werte außerhalb dieser Grenzen werden nicht an das Gerät übertragen.

Mehrgeräte- und Master-Slave-Betrieb

Mehrere verbundene Stromversorgungen werden in einer Geräteliste geführt und besitzen jeweils eigene Bedien- und Messfelder. Damit lassen sich Sollwerte setzen, Ausgänge schalten und Messungen für mehrere Geräte verwalten, ohne die Verbindung beim Wechsel zwischen den Geräten neu aufzubauen.

Parallel

Unterstützt die koordinierte Bedienung parallel verschalteter Einheiten zur Erhöhung des verfügbaren Stroms bei gemeinsamer Spannung.

Seriell

Unterstützt die koordinierte Bedienung seriell verschalteter Einheiten zur Erhöhung der verfügbaren Spannung bei gemeinsamem Strom.

Unabhängig

Erlaubt jeder Einheit eigene Spannungs- und Stromvorgaben für unterschiedliche Aufgaben im selben Aufbau.

Die gewählte elektrische Verschaltung und die zulässige Kombination richten sich nach den verbundenen Stromversorgungen und dem jeweiligen Prüfaufbau.

Grenzwerte und Schutzparameter

Benutzerdefinierte Spannungs- und Stromgrenzen liegen innerhalb der ausgelesenen Hardware-Limits. Zusätzlich lassen sich Spannungs- und Stromsteilheit vorgeben, um die Änderungsgeschwindigkeit beim Wechsel zwischen Sollwerten festzulegen.

ParameterEinstellungWirkung
BenutzergrenzenMinimale und maximale Spannung sowie StromgrenzenBegrenzt die in der Software zulässigen Sollwerte
Spannungs- und StromsteilheitÄnderungsrate für SollwertübergängeDefiniert, wie schnell Spannung oder Strom den neuen Wert erreichen
OVP, UVP und OCPÜber- und Unterspannung sowie ÜberstromKonfiguriert die geräteseitige Reaktion auf Grenzwertverletzungen
UVP- und OCP-VerzögerungUVP: 100 bis 1.000 ms; OCP: 1 bis 5.000 msErlaubt kurze Spannungs- oder Stromtransienten vor dem Auslösen
FoldbackCC, CV, CP oder AUS; Verzögerung 10 bis 10.000 msLegt Betriebsart und Ansprechverzögerung der Foldback-Funktion fest

Typische Anwendungen

Dynamische Einstrahlung und Verschattung

Zeitprofile für Einstrahlung und Temperatur sowie kombinierte Verschattungsprofile untersuchen das Verhalten des MPP-Trackers bei veränderlichen Bedingungen.

Wiederkehrende Laborabläufe

Skripte und Sequenzen übertragen definierte Sollwerte, Wartezeiten und Schleifen; Datenlogging hält die Messwerte zum Ablauf fest.

Mehrgeräte-Prüfplätze

Mehrere Stromversorgungen lassen sich mit getrennten Bedienfeldern verwalten oder in unterstützten Parallel-, Serien- und unabhängigen Konfigurationen koordinieren.

Schulung und Softwaretests

Das Demo-Gerät bildet eine Verbindung nach, sodass Bedienabläufe ohne angeschlossene Stromversorgung erprobt und präsentiert werden können.

FAQ zu LAB/ETS Control

Welche Stromversorgungen werden unterstützt?

Die Software ist für programmierbare DC-Stromversorgungen der Reihen LAB/SMP, LAB/SMS und LAB/HP vorgesehen. Verfügbare Funktionen und Grenzwerte folgen dem verbundenen Gerät.

Wie werden Geräte verbunden?

Vorgesehen sind RS232, LAN/TCP, USB und IEEE-488/GPIB. TCP- und serielle Geräte können gesucht oder mit den jeweiligen Verbindungsparametern manuell hinzugefügt werden.

Können mehrere Stromversorgungen gleichzeitig bedient werden?

Ja. Verbundene Geräte erhalten eigene Bedien- und Messfelder. Zusätzlich stehen Parallel-, Serien- und unabhängige Master-Slave-Modi für passende Systemkonfigurationen zur Verfügung.

Welche Werte können protokolliert werden?

Im Sequenzbetrieb werden Spannung und Strom gespeichert. Die PV-Simulation protokolliert zusätzlich Vmp, Imp, MPP-Leistung, MPPT-Effizienz, Einstrahlung und Temperatur.

Kann LAB/ETS Control PV-Wechselrichter beim MPP-Tracking prüfen?

Ja. PVSim erzeugt statische oder dynamische I-V- und P-V-Kennlinien, verfolgt den Maximum Power Point und stellt die MPPT-Effizienz dar.

Lassen sich wechselnde Einstrahlung und Verschattung nachbilden?

Ja. Eigene oder vorgegebene Einstrahlungs- und Temperaturprofile können mit Modulkennlinien kombiniert werden. Der PV-Generator ergänzt konfigurierbare Verschattungsprofile.

Wie werden wiederholbare Prüfabläufe erstellt?

Sequenzen kombinieren Spannung, Strom und Verzögerung in Tabellenform. Der Script-Modus ergänzt Befehlslisten mit Schleifen, Wartezeiten, Modi und Ausgangssteuerung.

Kann die Bedienung ohne angeschlossene Stromversorgung vorbereitet werden?

Ja. Das Demo-Gerät bildet eine Geräteverbindung nach und stellt die Softwarebedienung für Schulung, Entwicklung und Demonstration bereit.

Technische Beratung und Projektanfrage

Für die Auswahl einer passenden LAB/ETS-Control-Konfiguration benötigen wir die verwendete Geräteserie, die vorgesehene Schnittstelle, Anzahl und Verschaltung der Stromversorgungen sowie die benötigten Betriebsarten, PV-Profile, Sequenzen und Logging-Daten.

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